STIWELL med4
Anwendungsgebiete

Ob Muskelaufbau nach Unfall oder Operation, Behandlung gelähmter Muskulatur, Inkontinenz, Schmerztherapie oder Rehabilitation nach Schlaganfall – das Elektrotherapiegerät STIWELL med4 bietet ein umfassendes Therapiekonzept. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des STIWELL med4 ist die Möglichkeit der Stimulation mit „Mittelfrequenz“-Impulsen.

Wählen Sie Ihr Interessensgebiet:

Schlaganfall

  • Ischämischer oder hämorrhagischer Schlaganfall
  • Nervenschädigungen, Lähmungen, Spastiken

Muskelschwäche

  • Denervierte Muskulatur (Peroneus-, Arm-, Handparesen…)
  • Schmerztherapie (akute und chronische Schmerzen)

Inkontinenz

  • Harninkontinenz
     - Belastungsinkontinenz
     - Dranginkontinenz
     - Mischinkontinenz
  • Stuhlinkontinenz

Wie funktioniert Elektrotherapie und wie kann sie mir helfen?

Elektrotherapie ist die Bezeichnung für therapeutische Anwendungen von elektrischen Impulsen in der Medizin und in der physikalischen Therapie. Elektrotherapie wird in der Rehabilitation eingesetzt, um Muskulatur aufzubauen, Bewegungen wieder zu erlernen und die Regeneration des Nervensystems zu unterstützen.

Durch den elektrischen Impuls wird die Muskulatur zur Kontraktion gebracht, mit dem Ziel, sie wieder aufzubauen oder weiter zu kräftigen. Die elektrischen Signale zum Auslösen der Muskelkontraktionen werden dabei vom Gerät über die Haut an den Muskel übertragen. Auf der Haut werden dazu elektrisch leitfähige Kontaktflächen angebracht, sogenannte Elektroden. Wo die Elektroden für Ihre Anwendung am effektivsten platziert werden können, zeigt  Ihnen Ihr behandelnder Arzt oder Therapeut bei der Anpassung des Gerätes.

Muskelaktivitäten im Körper werden normalerweise vom Nervensystem gesteuert, welches mittels elektrischer Signale die Muskeln zu einer Kontraktion anregt. Wenn Teile des Nervensystems (beispielsweise Teile des Gehirns oder ein Nerv) geschädigt werden, kann die Signalweiterleitung so beeinträchtigt sein, dass Signale nur mehr unvollständig oder überhaupt nicht bei den Muskeln ankommen. Die Ursachen einer solchen Schädigung können etwa Schlaganfall, Unfall oder Infektionen sein.

In weiterer Folge werden diese Muskeln weniger beansprucht und die Muskelmasse schwindet.
Ein Elektrostimulationsgerät wie das STIWELL med4 wird in solchen Fällen zur Rehabilitation eingesetzt, um das Schwinden der Muskelmasse („Atrophie“) zu verhindern und die Regeneration des Nervensystems zu unterstützen. Mit der transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS) kann die Elektrotherapie außerdem zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt werden.

Ist die Wirksamkeit der Elektrotherapie erwiesen?

Die Wirksamkeit der funktionellen Elektrotherapie ist in zahlreichen Studien nachgewiesen. Die internationalen Leitlinien basieren auf diesen Studien und empfehlen eine entsprechende Therapie. Wenn Sie detaillierte Informationen zu Studien und Leitlinien benötigen, kontaktieren Sie uns bitte.

 

Schlaganfall - Schulung von Bewegungsabläufen

Das STIWELL med4 kann nach einem Schlaganfall und anderen neurologischen Erkrankungen (Schädelhirntrauma, Cerebralparese bei frühkindlicher Hirnschädigung, multiple Sklerose…) wie folgt eingesetzt werden:

  • Muskelaufbau bei Nervenschädigungen, Lähmungen (Paresen), Fußheberschwäche (Peroneuslähmung) 
    und zur Arm-/Handrehabilitation nach Handchirurgie
  • Muskelentspannung bei erhöhter Muskelanspannung (Spastizität)
  • (Wieder-)Erlernen von Bewegungsabläufen und alltäglichen Aktivitäten

Funktionelle Mehrkanal-Elektrostimulation

Bei zentralnervös bedingten Schwächen oder Ausfällen ist es möglich, Muskeln durch elektrische Impulse in ihrer Funktion zu unterstützen. Die funktionelle Elektrostimulation versucht mit Hilfe dieser elektrischen Impulse, verletzungs- oder krankheitsbedingt ausgefallene Bewegungsfunktionen des Körpers teilweise bzw. eingeschränkt wieder herzustellen oder zu kompensieren. Das menschliche Gehirn hat die Fähigkeit unter gezielter Therapie, Funktionen, die in geschädigten Bereichen nicht mehr verfügbar sind, in nicht geschädigten Bereichen auszubilden (Neuroplastizität).

Mittels gleichzeitiger oder sequenzieller Aktivierung von bis zu vier Muskelgruppen können mit dem STIWELL med4 auch komplexe physiologische Bewegungsmuster realisiert werden. Dabei werden die einzelnen Muskeln nacheinander elektrisch stimuliert, was zu einer vollständigen Bewegung führt.

Physiotherapeutische und ergotherapeutische Behandlungsformen, die darauf abzielen, motorisch anspruchsvolle Aufgaben wie zum Beispiel das Greifen und Loslassen von Gegenständen oder die zielgenaue Hand-zu-Mund-Koordination (siehe u.a. Bilder) zu üben und Bewegungsabläufe wieder zu erlernen, werden durch das STIWELL med4 ideal ergänzt.

Das STIWELL med4 kann durch die EMG-getriggerte Mehrkanal-Stimulation zum Training von willkürlichen Bewegungen und Muskelkräftigung eingesetzt werden. Durch Interaktion mit dem Nervensystem sind therapeutische Erfolge bei vielen neurologischen Erkrankungen möglich.

Thomas Schick, MSc, Clinical Specialist STIWELL, berichtet über die vielfältigen Anwendungsgebiete der funktionellen Elektrostimulation und erklärt die Funktionsweise anhand von Beispielen aus der Praxis.

Er hat langjährige Erfahrung als leitender Physiotherapeut in diversen Rehabilitationszentren und ist als Dozent im Bereich der EMG-getriggerten Mehrkanal-Elektrostimulation tätig.

Anwendungsbeispiele für die funktionelle Mehrkanal-Elektrostimulation:

Alltagsbewegungen wie Greifen/Loslassen, Hand öffnen/schließen, Hand zu Mund, Arm strecken und Sitz zum Stand können mit dem STIWELL med4 Elektrotherapiegerät regelmäßig trainiert werden. Das gezielte Üben von Finger- und Handbewegungen, z.B. Dreipunkte-/Schlüsselgriff, ist ebenfalls möglich. Die funktionellen Mehrkanal-Stimulationsprogramme können individuell an den Betroffenen angepasst werden.

Hand zu Mund
Funktionelle Elektrostimulation STIWELL
STIWELL Erlernen von Bewegungsabläufen
Funktionelle Elektrostimulation STIWELL
Greifen/Loslassen
STIWELL funktionelle Bewegungen
STIWELL Wiedererlernen von Bewegungen
STIWELL funktionelle Elektrostiumulation
Dreipunkte- und Schlüsselgriff
Dreipunktegriff STIWELL
Schlüsselgriff mit dem STIWELL
Schlüsselgriff STIWELL
Arm strecken
STIWELL Schulung von Bewegungsabläufen
STIWELL Elektrotherapie nach Schlaganfall
STIWELL Schulung von Bewegungsabläufen
Sitz zum Stand
Sitz zum Stand
Aufstehen mit dem STIWELL
STIWELL Sitz zum Stand

Fazialisparese

Die STIWELL med4 Feedbackprogramme können zur Fazialisparesetherapie, z.B. nach neurologischen Erkrankungen, Nervenschädigungen sowie bei idiopathischen Paresen uvm. eingesetzt werden.

Abhängig von den klinischen Symptomen können die willkürliche Muskelanspannung, Muskelentspannung sowie die intermuskuläre Koordination trainiert werden. Das visuelle und akustische Feedback mittels eigens entwickelter PC-Spiele hilft dem Patienten, die Muskelspannung bewusst wahrzunehmen und zu verändern.

Zusätzlich zum rein EMG- basierten Biofeedback-Training kann beim STIWELL med4 Biofeedback mit Elektrotherapie kombiniert werden. Das Programm "EMG-getriggert (1 EMG)" kann zur Aktivierung von Mund oder Augen eingesetzt werden. Sobald der Patient eine gewisse Muskelspannung erreicht hat, setzt die Elektrostimulation ein. Mit dem Programm "EMG-getriggert (2 EMG)" kann zusätzlich die Verminderung von ungewollten Bewegungen trainiert werden.

STIWELL Therapie bei Fazialisparese

STIWELL Studie Fazialisparese

Ärzte an der HNO-Universitätsklinik Jena haben das EMG Biofeedback-Training bei chronischer Fazialisparese zur Therapie der Defektheilung mit dem STIWELL med4 untersucht.

Dabei wurde ein Übungsprogramm aus den bestehenden STIWELL med4 Programmen für die Therapie zu Hause entwickelt: Zu Beginn wird die Muskelan- und -entspannung zur Förderung der Wahrnehmung trainiert. Danach folgen Übungen  zur gezielten Muskelstärkung. Um synkinetische Bewegungen zu vermeiden, wird anschließend die Muskelkoordination gezielt trainiert.

Die Patienten konnten nach vorheriger Einweisung am Gerät sowie Schulung der Elektrodenanlage regelmäßig und selbstständig zu Hause therapieren. Es wurde gezeigt, dass das Biofeedback-Training bei Fazialisparese eine sinnvolle Unterstützung bei der Heimtherapie sein kann.

Quelle: Fabian Volk G et al. EMG Biofeedback Training zuhause… Laryngo-Rhino-Otol 2014; 93:15-24.

Literaturhinweis:

Fasoli und Kollegen (2002) untersuchten die Unterschiede zwischen intern und extern fokussierenden Aufgabestellungen nach Schlaganfall. Die Bewegungsausführung – insbesondere die Geschwindigkeit der Bewegung – ist bei der externen Fokussierung besser. Die Untersuchungen befürworten zur Verbesserung  der Geschwindigkeit und Kraft des hemiparetischen Arms den Einsatz von Aufgabenstellungen, welche die Aufmerksamkeit bei Alltagbewegungen auf externe Faktoren lenken.

Es ist daher entscheidend, die Aufmerksamkeit bei Ausführung einer Tätigkeit auf das Ziel der Bewegung zu richten (extern) und nicht auf die eigene Handlung (intern).
(Dr. Gabriele Wulf, 2009: „Aufmerksamkeit und motorisches Lernen“)

Nützliche Links zum Thema Schlaganfall:

GESUNDheit.gv.at
Schlaganfall Basis-Info, Vorsorge, Diagnose, Therapie und Rehabilitation, Nachsorge, Leistungen & Kosten

Österreichisches Rotes Kreuz
Das Österreichische Rote Kreuz bietet spezielle Kurse für die Betreuung und Pflege in der Familie an.

Schlaganfall Info Tirol
Informationen zum Thema Schlaganfall und Download der Schlaganfall Tirol App möglich

netdoktor.at
Selbsthilfegruppen pro Bundesland mit Kontaktdaten

 

Muskelaufbau bei Muskelschwäche

STIWELL Elektrotherapie Muskelaufbau

Einsatzbereich des STIWELL med4 bei einer Muskelschwäche:

  • Muskelaufbau, Muskelkoordination nach Unfall, Operation und Krankheit, z.B. Schulter, Arm, Hüfte, Knie und zur Arm-/Handrehabilitation nach Handchirurgie
  • Muskelkräftigung von Rücken-, Bauch- und Beckenbodenmuskulatur bei diversen Wirbelsäulenerkrankungen (Nervenwurzelkompression nach Bandscheibenvorfall, Rückenschmerzen, ...) 
  • Aufbau stark geschwächter, denervierter Muskulatur aufgrund peripherer Nervenschädigungen und inkompletter Querschnittslähmung

Die Elektromyostimulation (EMS) ist ein konservatives Behandlungsverfahren, welches die Muskulatur durch elektrisch induzierte Impulse zur Kontraktion bringt. Ein Nachlassen der Muskelkraft während der Ruhigstellung (z.B. postoperative Immobilisation) wird vermieden, dem Entstehen von muskulärer Dysbalance kann vorgebeugt werden. Die Prophylaxe und Therapie von muskulären Atrophien (Muskelschwund) mittels Elektrostimulation kann dazu beitragen, orthopädische Sekundärschäden zu vermeiden und die Aufenthaltsdauer im stationären Bereich zu verkürzen.

STIWELL Elektrotherapie bei Muskelschwäche
Elektrotherapie Elektroden

Im linken Bild können der Beuger (Agonist) und Strecker (Antagonist) abwechselnd (alternierend) therapiert werden. Die im rechten Bild dargestellte bipolare Stimulation (zwei Elektroden pro Muskelgruppe) ist eine typische Anwendung in der Rehabilitation atrophierter oder geschwächter Muskulatur.

Es ist sinnvoll, die Elektrotherapie zum Muskelaufbau und zur Muskelkoordination regelmäßig und auch zu Hause wiederholt durchzuführen. Sie ist eine wertvolle Ergänzung zur konventionellen Therapie und kann dazu beitragen, den Behandlungserfolg zu beschleunigen.

Muskelstärkung nach Knieoperation

STIWELL hat speziell für das oft sehr schmerzhafte Rehabilitationstraining nach einer Knieoperation eine physiologische Methode entwickelt, die Schmerzen vermeidet und die Muskelkräftigung fördert.

Dieses STIWELL med4 Spezialprogramm unterstützt durch die EMG-getriggerte Elektrostimulation gezielt den Muskelaufbau nach einer Knieoperation. Bei der EMG-getriggerten Elektrostimulation muss der Patient den Muskel aktiv anspannen. Nach Erreichen einer zuvor festgelegten Schwelle erfolgt die Elektrostimulation.

Der Muskel wird durch langsam ansteigenden Strom mit der vorher eingestellten Intensität stimuliert. Danach fällt der Strom wieder langsam ab. Dadurch erfolgt eine knieschonende Kräftigung des Oberschenkels.

Denervierte Muskulatur

Beim „denervierten Muskel“ kann keine Stimulation über den geschädigten peripheren Nerv erfolgen. Die vorprogrammierten, automatischen Abläufe der STIWELL med4 Programme sind einer Trainingseinheit mit natürlicher Muskelaktivität nachempfunden. Dreieckimpulse werden zur Behandlung peripherer Lähmungen eingesetzt, da sie in der Lage sind, die peripher gelähmte Muskulatur zu erregen, bei gleichzeitig nur geringer Erregung der sensiblen Nervenfasern des umliegenden Gewebes.

Schmerztherapie

Die transkutane, elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine symptomatische und konservative Schmerzbehandlung. Sie basiert darauf, elektrische Impulse durch die Haut (transkutan) zu applizieren. Die variable Einstellung der Stimulationsparameter ermöglicht die Therapie akuter und chronischer Schmerzzustände, der Patient verspürt lediglich ein leichtes Kribbeln oder leichte Muskelkontraktionen unter den Elektroden. Die Behandlung kann ohne großen Aufwand in den Alltag integriert werden und im günstigsten Falle dazu beitragen, die Dosierung von Schmerzmitteln zu reduzieren. Es können, zum Beispiel bei Rückenschmerzen, die Rückenstrecker mit Elektrotherapie trainiert und somit gestärkt werden.

Mittelfrequenz

Diese Programme dienen dem Muskelaufbau, der Stoffwechselförderung, der Schmerzstillung, dem Lösen von Verspannungen und eignen sich für folgende Indikationen: Muskelatrophie, Erkrankungen oder Verletzungen des zentralen Nervensystems (ZNS), regenerationsfähige periphere Nervenläsionen und neuroorthopädische Funktionsstörungen. „MF 3 kHZ (EMG)“ bietet zusätzlich die Möglichkeit einer EMG-getriggerten Stimulation.

 

Inkontinenz - Beckenbodentraining

Im Bereich der Inkontinenz gibt es mit dem STIWELL med4 folgende Anwendungsmöglichkeiten:

  • Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur bei Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Training der willentlichen An- und Entspannung der Beckenbodenmuskulatur mittels Biofeedback
    (beispielsweise bei Inkontinenz nach Geburt)

Die Elektrostimulation dient der zusätzlichen Kräftigung und trainiert insbesondere die Ausdauerleistung der häufig insuffizienten Muskulatur und verdeutlicht die Lerninformation für den Patienten. Sie ist eine Behandlungsmöglichkeit zur Therapie der Harn- und Stuhlinkontinenz, mit der ein nachhaltiger Therapieerfolg erzielt werden kann. Die Elektrotherapie kräftigt mittels elektrischer Stromimpulse die Muskulatur des Beckenbodens.

STIWELL Elektrotherapie bei Inkontinenz

Dazu werden Elektroden intrakorporal oder oberflächlich angebracht (siehe Symbolabbildung: Verwendung Vaginal- oder Analelektrode). Die Elektroden können selbst sehr kleine Muskelaktivitäten registrieren, die man normalerweise nicht bewusst wahrnimmt. Der Patient kann die Stärke seiner Muskelkontraktion am Gerätedisplay ablesen, oder durch akustisches Feedback wahrnehmen (Biofeedback).

Das STIWELL med4 bietet durch die EMG-getriggerte Elektrostimulation die Möglichkeit, Biofeedback und Elektrotherapie zu kombinieren. Mit Hilfe dieser Behandlungsmethode wird der Beckenboden kontrolliert trainiert und gekräftigt. Die Elektrostimulation mit Biofeedback kann im Bereich der Gynäkologie (z.B. bei Inkontinenz nach Geburt) insbesondere bei Senkungsproblematiken und Bindegewebsschwäche eingesetzt werden.

Bei der EMG-getriggerten Elektrostimulation muss der Patient den Muskel aktiv anspannen. Am Ende der Kontraktion bzw. bei Erreichen einer zuvor eingestellten Schwelle erhält man einen Input (Elektrostimulation), durch den die Muskulatur zusätzlich aktiviert wird. Das führt zu einer bewussten Wahrnehmung des Beckenbodens.

2 EMG-getriggertes Spezialprogramm

Bei den Beckenbodenübungen wird oft der Gesäßmuskel oder die Oberschenkelmuskulatur angespannt, jedoch nicht der Beckenboden. Beim STIWELL med4 - 2 EMG Training wird der Übende bewusst darauf hingewiesen, den richtigen Muskel (Beckenboden) anzuspannen. Mit 2 EMG-Kanälen können im Unterschied zu anderen Elektrotherapiegeräten die Muskelaktivitäten von zwei unterschiedlichen Muskelgruppen gemessen werden. Nach dem Einführen von Vaginal- oder Analelektrode soll der Beckenbodenmuskel angespannt werden. Gleichzeitig soll der Gesäßmuskel bzw. die Oberschenkelmuskulatur entspannt bleiben (Selbstklebelektroden messen die Muskelanspannung am Gesäß). Erst nach Erreichen einer vorher festgelegten Schwelle durch die Anspannung der Beckenbodenmuskeln sowie der simultanen Entspannung des Gesäßmuskels erfolgt die Elektrostimulation und somit die Stärkung des Beckenbodens. Dadurch erlernt der Übende die willkürliche Anspannung des Beckenbodens.

Nützliche Links zum Thema Inkontinenz:

Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich
Aufklärung über Inkontinenz und Kontakt zu Beratungsstellen

netdoktor.at
Selbsthilfegruppen pro Bundesland

Therapie zu Hause

Das STIWELL med4 ist durch die einfache Bedienung und seine handliche Größe sowohl für die stationäre Anwendung im Krankenhaus als auch für die selbstständige Anwendung zu Hause vorgesehen. Die Einweisung in die Gerätebedienung erfolgt durch den behandelnden Arzt/Therapeuten oder das STIWELL Customer Service. Die Anpassung der Programme und die Kontrolle des Therapiefortschritts erfolgen durch den behandelnden Arzt/Therapeuten.

Der Arzt/Therapeut kann für einen Patienten ein oder mehrere Programme auswählen, deren Parameter patientenspezifisch einstellen und sperren. Der Patient hat somit nur auf das für ihn bestimmte Programm Zugriff. Die Intensität kann für den Patienten am Gerät voreingestellt und abgespeichert werden. Somit therapiert der Patient mit der für ihn richtigen Stimulationsstärke.

Für den Therapieerfolg ist es entscheidend, die Therapieübungen regelmäßig auszuführen und auch zu Hause fortzusetzen. Deshalb kann das STIWELL med4 für die Therapie zu Hause von Patienten in Österreich und Deutschland für die Dauer der Behandlung gemietet werden. Nähere Informationen zur Miete finden Sie unter Vermietung STIWELL med4.

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