STIWELL®
Anwendungsgebiete

für Neurologie & Orthopädie

Funktionelle Elektrostimulation (FES)
bei infantiler Zerebralparese

STIWELL | Funktionelle Elektrostimulation (FES) bei Zerebralparese
Die EMG-getriggerte Mehrkanal-Elektrostimulation ermöglicht ein gezieltes Training kindgerechter Bewegungsabläufe und kann unter anderem bei Muskelschwäche, Bewegungsstörungen und Spastizität sinnvoll eingesetzt werden.

Therapieziele

  • Erhöhung der Selbständigkeit bei der Durchführung kindgerechter Handlungen
  • (Wieder‑)Erlernen von alltäglichen Aktivitäten
  • Funktionsverbesserung der oberen/unteren Extremitäten (Arme/Beine) & des Rumpfes
  • Verbesserung des Gangbildes
  • Reduktion von erhöhter Muskelspannung (Spastizität)
  • Verbesserung der Sensibilität und kinästhetischen Wahrnehmung
  • Steigerung der Muskelkraft
  • Verbesserung der aktiven & passiven Beweglichkeit
  • Steigerung der Harn‑ und Stuhlkontrolle
  • Verbesserung der Lebensqualität des Kindes und der Angehörigen


Anwendungsgebiete

Betroffene mit

  • infantiler Zerebralparese nach frühkindlicher Hirnschädigung mit Diplegie, Hemiparese, Hemiplegie, Tetraparese
  • Hirnblutung
  • Schädelhirntrauma
  • Spina Bifida
  • komplementärer Botolinumtoxintherapie
STIWELL Therapie | Hand zu Mund (Zerebralparese, ICP)

Hand zu Mund
(EMG)

STIWELL Therapie | Stützen (Zerebralparese, ICP)

Stützen
(EMG)

STIWELL Therapie | Sitzen Aufstehen bilateral (Zerebralparese, ICP)

Sitzen - Aufstehen
bilateral (EMG)

STIWELL Therapie | Greifen, Heben über Schulterhöhe (Zerebralparese, ICP)

Greifen, Heben über Schulterhöhe (EMG)

STIWELL Therapie | Sphärengriff (Zerebralparese, ICP)

Sphärengriff
(EMG)

STIWELL Therapie | Koordinationstraining Beine (Zerebralparese, ICP)

Koordinationstraining Beine (EMG)

Unterstützung des Trainings kindgerechter Bewegungen

Durch die Messung der Muskelaktivität mittels EMG (Elektromyographie) kann das Kind die Bewegung willkürlich beginnen. Nach Erreichen einer individuell festgelegten Aktivitätsschwelle erfolgt die Stimulation. Die motorische Antwort verstärkt sich und somit wird die Bewegungsdurchführung unterstützt. Propriozeptive und sensorische Reize wirken sich positiv auf die Bewegungskontrolle und den Lernprozess aus.

Mit dem STIWELL können bis zu vier verschiedene Muskelgruppen in zeitlich korrekter Abfolge angesteuert und therapeutisch sinnvoll genutzt werden. Verschiedenste Bewegungen können mit einer hohen Wiederholungszahl geübt werden. Die Therapie stützt sich auf die in wissenschaftlichen Studien nachgewiesenen Effekte beim Wiedererlernen von Funktionen und Aktivitäten.


Zusatznutzen der FES-Therapie

Die FES hat sich in der Rehabilitation von Erwachsenen mit zentral-neurologischer Schädigung bereits etabliert (Foley et al. 2018; Winstein et al. 2016). Inzwischen wird diese Therapieform auch im Kindes- und Jugendalter regelmäßig zur Funktionsverbesserung der Extremitäten angewendet. Auch in diesem Alter bestätigen sich die positiven Effekte der FES (Chiu & Ada 2014), wobei der Strom selbst von den Jüngsten gut toleriert wird (Bosques et al. 2016).

STIWELL Nutzer berichten

STIWELL Neurorehabilitation | Erfahrungsbericht Zerebralparese

Lenas Mutter erzählt:

„… Beim Spielen setzt sie nun die rechte Hand zielgerichteter und aktiver mit ein. Die Oberarmmuskulatur ist jetzt straffer und deutlich fester im Vergleich zum Beginn. Sie konnte die gewonnenen Funktionen auch gut im Kindergarten beim Turnen umsetzen..."

Lesen Sie weiter


Bosques, G., Martin, R., McGee, L., & Sadowsky, C. (2016). Does therapeutic electrical stimulation improve function in children with disabilities? A comprehensive literature review. Journal of pediatric rehabilitation medicine, 9(2), 83‑99.

Chiu, H. C., & Ada, L. (2014). Effect of functional electrical stimulation on activity in children with cerebral palsy: a systematic review. Pediatric Physical Therapy, 26(3), 283‑288.

Foley N, Mehta S, Jutai J, Staines E, Teasell R. Upper Extremity Interventions chapter 10. EBRSR Evidence-Based Review of Stroke Rehabilitation. Canadian Partnership for Stroke Recovery. Online: http://www.ebrsr.com/sites/default/files/Module-10-upper-extremity_FINAL_16ed.pdf; 20.03.2018

Winstein, C. J., Stein, J., Arena, R., Bates, B., Cherney, L. R., Cramer, S. C., Deruyter, F., Eng, J. J., Fisher, B., Harvey, R. L., Lang, C. E., MacKay‑Lyons, M., Ottenbacher, K. J., Pugh, S., Reeves, M. J., Richards, L. G., Stiers, W. & Zorowitz R. D. (2016). Guidelines for adult stroke rehabilitation and recovery: a guideline for healthcare professionals from the American Heart Association/American Stroke Association. Stroke, 47(6), e98‑e169.