STIWELL Biofeedback Therapiespiele

STIWELL med4
- moderne Technik und Therapieanwendungen

Wodurch unterscheidet sich das STIWELL med4 von anderen Elektrostimulationsgeräten?

Das STIWELL med4 bietet im Unterschied zu herkömmlichen Elektrostimulationsgeräten

als zusätzliche Therapieformen bei Erkrankungen oder Verletzungen des zentralen Nervensystems (Schlaganfall, …) und zur Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur bei Inkontinenz an.

Durch die 4 Stimulationskanäle können funktionelle Alltagsbewegungen trainiert werden.
Mit Hilfe der 2 Messkanäle des STIWELL med4 können Biofeedback-Spiele durchgeführt und durch die EMG-getriggerte Stimulation visualisiert werden.

Die hohe Wirksamkeit dieser Therapie begründet sich in der aktiven Teilnahme des Patienten, der durch das sofortige Feedback seinen Erfolg kontrollieren und dadurch die Motivation steigern kann. Die EMG-getriggerte Stimulation kombiniert Biofeedback-Training und Stimulation. Dabei regen akustische Signale und motivierende Spiele den Patienten zur bewussten Bewegung an. Als Folge werden neue Verknüpfungen im Gehirn angelegt und die verloren gegangenen Bewegungsabläufe wieder erlernt.

Was ist EMG-getriggerte Stimulation?

Neurologische Erkrankungen können die vom Patienten willkürlich aktivierbare Muskelkontraktion behindern. Im Unterschied zu herkömmlichen Elektrotherapiegeräten verfügt das STIWELL med4 neben 4 Stimulationskanälen über 2 Messkanäle, mit denen der Muskeltonus (Muskelspannung) ständig überwacht werden kann. Mit Elektromyographie (EMG) wird die elektrische Erregung eines Muskels gemessen, welche beim gesunden Menschen zur Kontraktion des Muskels führt. Ab einem gewissen Maß an Muskelaktivität (z.B. durch willkürliches Anspannen) erfolgt erst nach Erreichen eines vorher definierten Schwellenwertes die Elektrostimulation. Im Therapieverlauf kann dieser Schwellenwert kontinuierlich angepasst werden, um eine möglichst hohe Annäherung an die ursprünglich mögliche maximale Kontraktionsfähigkeit zu erreichen. Somit werden dem Patienten bereits minimale Therapiefortschritte aufgezeigt. Dies fördert die Motivation und erzeugt eine positive Stimmung. Ziel ist es, die Bewegungskompetenzen der Betroffenen auszubauen und durch eine Steigerung der Selbstständigkeit bei Aktivitäten des täglichen Lebens die Lebensqualität zu verbessern.


Die Funktionsvielfalt des STIWELL med4 ermöglicht die elektrotherapeutische Begleitung über alle Phasen der Rehabilitation hinweg. Um die richtige Anwendung der Elektrotherapie zu gewährleisten, sollte der behandelnde Arzt oder Therapeut den Rehabilitationsfortschritt immer begleiten und, wenn nötig, die Stimulationsparameter anpassen.


Studien Elektrotherapie

Sabine Mangold, PhD, und Kollegen haben 2009 in einer klinischen Studie an der Universitätsklinik Balgrist die Wirkung der funktionellen Elektrostimulation an den oberen Extremitäten in der frühen Schlaganfallrehabilitation untersucht. Die Integration der Elektrostimulation in die konventionelle Ergotherapie führte dabei zu einer hochsignifikanten Verbesserung der Selbstständigkeit der Patienten. Gemessen wurde eine Verbesserung des Erweiterten Barthel Index (EBI) um 25%.
(Mangold S. et al., Motor training of upper extremity with functional electrical stimulation in early stroke rehabilitation, Neurorehabilitation and Neural Repair, Feb. 2009, Vol. 23(2): 184-190.)